Schildkröten gehören zu den wechselwarmen Tieren

Im Gegensatz zu uns Säugetieren können Schildkröten nicht ihre Körpertemperatur selbst regeln, sondern sind auf die Umgebungstemperatur angewiesen. Schildkröten können also weder frieren noch schwitzen, und doch ist die Umgebungstemperatur sehr wichtig. Die Körper- und Organfunktionen richten sich nach der Temperatur. Bei einer Umgebungstemperatur von ca. 20 Grad und einer lokalen Aufwärmmöglichkeit von rund 40 Grad laufen alles Funktionen so, wie es sein soll und gesund sind. Je nach Jahreszeit darf es auch mal wärmer oder kälter sein. Ist es im Sommer zu warm, buddeln sie sich ein, um sich im feuchten Erdreich davor zu schützen. Ist es zu kalt, buddeln sie sich ebenfalls ein, weil die Funktionen reduziert werden. Bei der Starre ( rund 6 Grad ) sind die Körperfunktionen so weit "herunter gefahren", dass manche Funktionen komplett "ausgeschaltet" sind und Funktionen wie Atmung und Herzschlag aufs Minimum reduziert wurden.

 

Es ist wichtig, die Temperaturen der Jahreszeit anzupassen, da genau diese wichtig für die gesunde Entwicklung ist. Man sollte also weder auf die Winterstarre verzichten noch auf die Wärmelampen.

 

Wir in Deutschland haben ein anderes Klima als es im Habitat wäre. Daher müssen wir mit technischen Hilfsmitteln das heimische Klima nachahmen, um unseren Schildkröten ein artgerechtes Zuhause bieten zu können.