Ich grüße euch !

Wie ihr der Überschrift entnehmen könnt, werde ich vom 4. Advent bis 1. Januar eine digitale Winterpause einnehmen. Das Jahr war aus digitaler Sicht schön, aber eben auch mit sehr viel Arbeit verbunden. Nun möchte ich mir gerne "Urlaub" gönnen. 😁

Das Jahr über habe ich Folgendes gemacht

- Videos aufgenommen, geschnitten und online gestellt

- In meiner Facebook Gruppe Fragen beantwortet

- Fragen per privater Facebook Nachricht beantwortet

- Fragen per Mail beantwortet

- YouTube Kommentare beantwortet (letztendlich dann aus zeitlichen Gründen deaktiviert)

- an meinem Gehege weiter gebaut

- einen Schildkrötenverein gegründet

Privat hatte ich Folgendes zu tun

- als dreifache Mama alle Hände voll zu tun im Alltag

- Im Frühjahr mussten zwei meiner drei Kinder per Homeschooling betreut werden, ebenso begann der nächste Lockdown mit Homeschooling im November

- Ich startete meine Ausbildung zur Doula und muss parallel zu den vor-Ort-Besuchen zuhause Theorie lernen

- Mein Haus in Deutschland stand zum Verkauf und ließ sich aufgrund vieler verschiedener Gründe nicht verkaufen, Corona ist ein Grund von vielen, der lange Leerstand hatte Verwilderung und somit Wertverlust zur Folge

- Wegen Corona war es nicht möglich, dass mein Mann seine beruflichen Termine in DE wahrnehmen konnte, weshalb es finanziell zu großen Schwierigkeiten kam

- Beruflich bedingt hatte mein Mann mit seinem frischen Unternehmen finanziell große Probleme, ohne diese Lockdowns wäre alles sehr viel einfacher

- Wir hatten hier viel privaten Besuch, was immer ein Jonglieren erforderte in Zusammenhang mit den stets änderten Corona Auflagen und somit spontane Planänderungen (niemand von diesen Besuchern hatte Corona)

- Meine Kinder brauch(t)en besondere Aufmerksamkeit, um gut durch die Krise zu kommen inklusive einsamer Geburtstage ohne Besuch und Ausflüge und möglichst ohne gesundheitliche und psychische (Folge-)schäden

- ehrlich gesagt: Dieser ganze Corona Kram nervt mich. Und zwar nicht Corona selbst sondern wie sich die Menschheit veränderte. Spaltung, Hetze, Schuldzuweisungen, Sündenbock-Suchen, ... Zusammenhalt? Fehlanzeige. Meine Worte dazu siehe hier 

- Trotzdem: Ich bin dankbar für alles, was ich habe. Wir sind bisher gesund durch die Zeit gekommen und ich bin dankbar, dass ich auch bei Ausgangssperre mein eigenes (wenn auch gemietetes) Haus habe, meinen Garten mit Schwimmteich, meine Tiere und meine Familie. Außerdem geht es uns in dieser Region, im Vergleich zu Großstädten oder anderen Ländern, echt gut und auch die Schule ist den Umständen entsprechend wunderbar. Natürlich auch mit ihren Hygienevorschriften, aber wenn ich von meiner Familie in Deutschland höre, wie es deren Kindern geht, bin ich wirklich für alles dankbar. Das Jahr war anstrengend, aber dennoch, wenn man mal die Umstände mal weg nimmt, hatten wir ein wunderbares Jahr 🥰

Um es zusammen zu fassen: 

Das Internet für die Schildkrötenfragen kostete mich sehr viel Zeit. ich mache es gerne, aber es ist auch wahnsinnig anstrengend. Ich möchte aber natürlich nicht mitten in der Fragesaison eine Auszeit nehmen. Daher denke ich, ist der jetzige Zeitpunkt wunderbar. Ich kann mir eine Pause nehmen ohne dass ich hier einen Ansturm von Fragen links liegen lasse. Erfahrungsgemäß sind es Dezember und Januar, wo die wenigsten Fragen auftauchen.

Privat hatte ich viel zu tun, auch wenn ich "nur" Hausfrau, Mama und in Ausbildung bin. Dazu kam dann die Corona Situation, wo es schwer ist, sich eine eigene Meinung bilden

zu können und zu dürfen. Weder möchte ich die Augen verschließen noch dass Corona mein Leben bestimmt. 

rotz aller Umstände freue ich mich riesig, hier im wunderschönen Südburgenland zu leben. Ich liebe mein Leben, meine Familie und ich freue mich über all jene, die mich begleiten oder Mut zusprechen :-) 

Meine Familie ist durch die digitale Welt ein wenig kurz gekommen, auch wenn ich versucht habe, nur außerhalb der aktiven Kinderzeit das Internet zu nutzen, also morgens bevor die Kids aufstehen und mittags, wenn die Kleinste schläft. Eventuell auch nachmittags, wenn alle beschäftigt sind. Dennoch ist es so, dass das Internet seine Spuren im Privatleben hinterlässt. Damit ich morgens um 4 aufstehen kann ohne übermüdet zu sein, endet mein Abend entsprechend früh, wodurch insbesondere die Partnerschaft an Zeit verliert.

Meine Ausbildung hat ebenfalls Nachteile dadurch, weil ich mich dieser (dem theoretischen Teil zuhause) erst widme, wenn im Internet zumindest das Gröbste abgearbeitet ist.

Nun könnte man sagen "selbst Schuld", aber es ist ja nicht so dass ich keine Lust dazu hätte 😉

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Bild: truthseeker08 / Pixabay

Die Weihnachtszeit ist immer etwas Besonderes. Wobei ich ehrlich bin, ich finde es irgendwie auch, ... wie soll ich sagen, "falsch", wenn man das gesamte Jahr über vieles vernachlässigt und dann, nur weil plötzlich der Kalender es sagt, man "Friede, Freude, Eierkuchen" vorspielt. Ich finde es zwar gut, wenn Familie zusammen trifft und positive Zeit miteinander verbringt, aber wenn man sonst keinen Wert darauf legt, ist das irgendwie "unecht". Kaum sind die Feiertage vorbei, geht jeder wieder seinem Alltag nach. Streitigkeiten bleiben ungeklärt, die Arbeit wird aufgenommen, Kinder fremdbetreut, ... Wir selbst haben diese Lebensweise immer mit gemacht, aber mehr der Kinderfreude als wegen mir und meinen Wünschen.

Nun möchten wir die Zeit anders verbringen und um ehrlich zu sein, das fühlt sich "echt" und "richtig" an. Es ist nicht jedermanns Sache, aber für mich genau das Richtige. Wir werden dies Jahr das erste Mal die Rauhnächte feiern. Wer es nicht kennt kurz zusammen gefasst: Wir reflektieren das vergangene Jahr, besprechen Wünsche und Träume für das neue Jahr und gedenken an die Ahnen. Unterstützend wird vorher alles in Ordnung gebracht, Unstimmigkeiten geklärt und täglich die Wohnung geräuchert. Wünsche werden "blind" verbrannt, ein Wunsch pro Rauhnacht steht entsprechend im Folgejahr für die Erfüllung dessen. Das Universum kümmert sich drum. Der letzte Wunsch, der 13., der dann geöffnet werden darf, ist der Leitfaden im neuen Jahr, für die Umsetzung sind wir selbst verantwortlich. 

Mit diesen 12 Rauhnächten nutzen wir nicht nur die spirituelle besondere Zeit sondern wir haben auch die Zeit, anhand eines "Programms" mit Negativem abzuschließen, Neuem die Wege zu bereiten, den Ahnen zu gedenken und alles zu besprechen, was uns belastet oder erfreut hat. Frei von Wertung oder negativer Stimmung. Wir nehmen alles an, wie es ist, aber bitten um Abschluss negativer Situationen. Für manche etwas fern, aber für uns genau das Richtige. Damit wir uns verstärkt auf diese gemeinsame Zeit konzentrieren können, möchte ich mich vom Internet stark distanzieren, mehr im Hier und Jetzt leben, mehr hier vor Ort, in meinem Zuhause mit meiner Familie. Daher die Internetpause für diese Zeit.

Damit ich nach diesen Rauhnächten nicht überrascht werde mit negativen Kommentaren, Spams oder Regelverstößen, die während dieser Zeit meine Abwesenheit ausnutzten und ausarten konnten, deaktiviere ich die Schreibfunktion in der Facebook Gruppe. Mein Postfach bleibt während der Pause ebenfalls von meiner Seite unbeachtet. Wer Hilfe braucht, hat diverse andere Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, sei es über Bücher, anderen Facebookgruppen oder den Austausch mit anderen Menschen per PN, persönlich, Mail oder Telefonaten.

Wenn ich dir in dieser Zeit nicht zur Verfügung stehe heißt es also nicht, dass du dir hilflos dir selbst überlassen bist sondern wir haben das wertvolle Internet und viele gute Bücher und wunderbare Menschen, die dir sicherlich dabei behilflich sind, sich deinen Sorgen anzunehmen. Auch auf Reptilien spezialisierte Tierärzte oder Auffangstationen stehen dir für deine Fragen zur Verfügung, wenn auch über die Feiertage sicherlich stark reduziert.

Aufgrund der aktuellen Lage und der Ungewissheit über die Zukunft gewohnter Sozialen Medien habe ich nun auch einen Telegram Kanal eingerichtet. Dort werde ich passend zur Saison Videos teilen, Beiträge posten oder selbst ein paar Worte schreiben, bin aber weniger aktiv da. 

Nach der Winterpause geht alles wie gewohnt weiter. Ihr könnt euch wie gewohnt in der Facebook Gruppe austauschen und ich stehe wie gewohnt per Facebook oder Email zur Verfügung.

Außerdem werde ich mich um meinen Gehegeweiterbau kümmern und dieses natürlich dokumentieren, dessen Verbesserung Dank eurer großartigen Hilfsbereitschaft ermöglicht wurde. Vielen Dank noch einmal an alle !

Außerdem werde ich schauen, wie ich meinen Verein weiter voran bringe. Ich habe zwar ein paar Ideen & Wünsche, setze mir da aber keinen Zeitrahmen sondern nehme mir die Zeit, die ich habe und brauche.

Privat/ beruflich werde ich weiter im Bereich als (angehende) Doula meinen Wissensschatz erweitern, vielleicht habe ich auch die ehrenhafte Chance, Geburten begleiten zu dürfen. 

Ich bin zum Glück jemand, der zwar viele Ideen, Wünsche und Träume hat, dennoch aber sich nicht auf Zeiten festlegt und auch in der Lage ist, die Richtung zu ändern, wenn es nicht so läuft wie erwartet. Ich bin optimistisch, dass das neue Jahr ein schönes wird, beruflich wie privat und auch "tierisch". 😉

Und ich denke auch euch tut es ganz gut, wenn ihr für euch überlegt, die (oder eine andere) Zeit bewusst dafür zu nutzen, Abstand zur digitalen Welt zu nehmen und allgemein den Medienkonsum zu reduzieren. Wir leben so viel abseits der Gegenwart, wir leben in digitalen Welten, planen die Zukunft, ärgern uns über die Vergangenheit oder sorgen uns um etwas, was sein könnte, irgendwann, eventuell, ... Dabei ist es so wertvoll, das JETZT zu genießen. Denn jetzt war gestern noch Zukunft und ist morgen Vergangenheit und wir wollen doch gerne positiv den Moment erleben und daran zurück denken, oder nicht? 😉