Welcher Bodengrund ist geeignet ?

Leider wird in vielen Zoo"fach" geschäften Bodengrund als besonders terrarien- und teilweise schildkrötengeeignet angepriesen. Dazu zählt Pinienrinde, Terrariensand und ähnliches. Dies mag vielleicht für andere Terrarientiere geeignet sein, nicht jedoch für Schildkröten.

 

Warum nicht?

Weil solche Erde (Bild rechts) keine Feuchtigkeit speichern kann. Sie sackt durch, ist also unten nass und oben trocken. Fehlende Feuchtigkeit führt zu Dehydrierung (Austrocknung), da Schidlrköten den größten Teil der nötigen Feuchtigkeit über die Haut aufnehmen. Erste erkennbare optische Folge ist die Höckerbildung. Während dies jedoch "nur" ein Schönheitsfehler ist, leiden auch sämtliche Organe darunter.

Fehlende Feuchtigkeit ist also nicht nur vorübergehend krankheistfördernd, sondern kann auch langfristigen Schaden nehmen.

Welche Erde ist dann geeignet?

Auch hier gilt wie in der gesamten Haltung: Die Natur ist unser Vorbild. Das heißt, der beste Bodengrund für Schildkröten ist ganz normale Gartenerde. Ausnahme: Wenn diese besonders lehmhaltig ist. Denn sie trocknet schnell aus und klebt in feuchtem Zustand zu stark an den Füßen.

Geeignet ist hier lockere Gartenerde, Mutterboden, Erde-Sand Gemisch oder ähnliches. Ziel ist es, dass es die Feuchtigkeit gut speichern kann, ohne zu nässen oder schnell auszutrocknen. Der Bodengrund sollte so locker sein, dass sich die Schidlkröten problemlos eingraben können. Jedoch nicht zu fein (z.B. ausschließlich Sand), weil dieser schnell bei Aufnahme zum Darmverschluss führen kann.

Der Erde sollte (vorallem am Schlafplatz und in Höhlen) regelmäßig befeuchtet werden. Am besten eignet sich dafür die Gießkanne (und natürlich der Regen draußen), da die normale Sprühflasche nur oberflächlich befeuchtet und daher die Feuchtigkeit schnell wieder verfliegt.

Wer keine Erde hat oder die Gartenerde aus anderen Gründen nicht bekommt, kann alternativ zu Floraton3 Erde zurück greifen.

Do

02

Feb

2012

Haltung

Ähnliche Themen

Warum kein Terrarium?

Checkliste Freigehege

Technik


Ernährung

Winterschlaf

Zucht


Nachweispflicht

Wachstum & Gewicht

Krankheiten